Christoph Koch

Wollt grad sagen.

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Felix Schwenzel: Mein Medien-Menü (Folge 12)

07. May 2012 von christophkoch· Was ich lese

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-,  Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü – diese Woche mit Felix Schwenzel, Web-Entwickler und Ins-Internet-Reinschreiber.

seit meiner ersten handy-internet-flatrate lese ich morgens (im bett, auf dem handy) zuerst mindestens eine halbe, meisten eine ganze stunde im google-reader. der google-reader ist für mich der eimer für alles. ich werfe alles was RSSifizierbar ist dort hinein. insgesamt befinden sich in meinem google-reader zur zeit 1040 RSS-feeds, von denen ich laut google in den letzten 30 tagen 17.956 artikel gelesen und 476 artikel angeklickt habe. das gute am google-reader ist, dass man artikel nicht wirklich lesen muss, um sie als gelesen zu markieren. uninteressantes lässt sich, nach einem kurzen blick, mit einem klick oder einer geste überspringen, bzw. als gelesen markieren.

unwichtiges überspringe ich lieber, als es aus dem feed-leser auszusortieren. so finde ich zum beispiel seit vier jahren jeden morgen das 20-uhr-programm aller grossen fernsehsender in meinem feed, obwohl ich in den letzten vier, fünf jahren höchsten fünf mal den fernseher überhaupt benutzt habe.

gegen die filterblase der eigenen lese-auswahl half früher ein google-reader-feature, mit dem einem ausgewählte leute artikel in den eignen feed-stream reinsharen konnten. das sind zwar scheussliche anglizismen, war aber enorm praktisch, da man nicht nur links vorgesetzt bekam, sondern immer gleich den ganzen artikel im volltext. seit google dieses grandiose feature eingestampft hat, folge ich als ersatz ziemlich vielen benutzern auf delicious.com, pinboard.in und einiges twitter-benutzern per RSS. neuerdings folge ich auch einigen quote.fm-benutzern, deren empfehlungen dankenswerterweise auch RSSbonierbar sind.

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Marc Deckert: Mein Medien-Menü (Folge 11)

30. April 2012 von christophkoch· Was ich lese

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-,  Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü – diese Woche mit Marc Deckert, Journalist und Schriftsteller.

Wie informierst du dich morgens als erstes?

Ich informiere mich morgens gar nicht. Ich stehe auf, bringe meine Tochter in die Krippe, setze mich an den Schreibtisch, checke Mails und versuche bis mittags möglichst konzentriert zu arbeiten. Das heißt: kein Spiegel Online, kein Facebook, kein Spotify. Mittags lese ich dann die Zeitung.

 Welche Zeitungen oder Magazine hast du im Abo oder liest du regelmäßig?

Die ZEIT kommt nach Hause, den Spiegel kaufe ich am Kiosk. Die Süddeutsche Zeitung lese ich am liebsten im Café, besonders gerne Montags, wegen der Bundesliga-Nachlese, die so schön verspätet kommt und nur der Bestätigung der eigenen Ansichten und Privat-Analysen dient. Wenn ich nicht im Café sondern im Biergarten sitze, lese ich die Münchner Boulevardzeitungen. Das ist aber jedes Mal ernüchternd. Man erwartet sich einen Cocktail aus Affären, Klatsch und Verbrechen, aber bekommt Service-Geschichten wie „Der große Gehalts-Check“ oder „82 (!) Biergärten im Preisvergleich“. Sonntags kommen dann noch die üblichen Sonntagszeitungen dazu.

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Das neue Buch: Sternhagelglücklich!

24. April 2012 von christophkoch· Wollt grad sagen

Heute Abend stelle ich im Münchner Buchcafé Lentner (20 Uhr, Balanstraße 14) mein neues Buch vor: “Sternhagelglücklich – Wie ich versuchte, der zufriedenste Mensch der Welt zu werden”. Ich freue mich über Besuch, moderieren wird die Veranstaltung Andreas Bernard vom SZ-Magazin.

Wie schon bei “Ich bin dann mal offline” handelt es sich bei “Sternhagelglücklich” um einen Selbstversuch – statt reiner Eigenbeobachtung und Nabelschau gibt es aber auch wieder eine Mischung aus interessanten Begegnungen und Experteninterviews.

Hier habe ich mal ein paar Links und Informationen zum Buch zusammengetragen. Ich freue mich natürlich über und bin unendlich dankbar für jeden, der das Buch kauft, eine positive Amazon-Rezension verfasst oder einfach nur die Kunde verbreitet, dass es endlich ein Glücksbuch gibt, für Leute, die Glücksbücher eigentlich doof finden.

Sternhagelglücklich288 Seiten, Blanvalet Verlag / Random House)

 

Hier als gedrucktes Buch bestellen! (gutes altes Papier)

Hier als Hörbuch bestellen! (gelesen von Jörg Thadeusz)

Hier als eBook bestellen! (für Kindle und fast alle andere e-Reader)

Hier als iBook bestellen! (für iPhone & iPad)

 

Und völlig kostenlos…

Hier Facebook-Fan werden!

Auf Google+ circeln, plussen oder wie auch immer!

Hier Leseprobe als PDF herunterladen!

Alle aktuellen Lesungstermine im Blick behalten!

 

Der Klappentext: 

Von 100 Befragten werden 99 auf die Frage, wie es geht, antworten: »Es könnte besser sein.« Und auf die Frage, was ihnen zum Glück fehle, sofort Antworten haben. Doch macht mehr Geld, ein Vollrausch oder die Familie wirklich glücklich?Christoph Koch hat sich auf die Suche begeben: Bei Psychologen und Hirnforschern. In Indien und im Altersheim. Beim Sport und (zweimal!) vor dem Traualtar. Statt zum Supermarkt zu gehen, ist er gehüpft. Er hat Psychopharmaka geschluckt und für sein Experiment sogar im Lotto gewonnen. Am Ende kommt er zu einem erstaunlichen Ergebnis.
Jeder sucht sein Glück. Christoph Koch sucht es an ganz besonderen Orten …

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Dirk Mönkemöller: Mein Medien-Menü (Folge 10)

23. April 2012 von christophkoch· Was ich lese

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-,  Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü – diese Woche mit Dirk Mönkemöller – Grafiker und Zeitschriftenmacher.

Ich habe keine Tageszeitung, aber der Tag beginnt für mich meist mit Radiohören (wahlweise Funkhaus Europa oder Radio Eins vom rbb) und oder/Computern. Wobei ich besonders morgens sehr unkreativ umgehe mit den Möglichkeiten, die mir per WLAN zur Verfügung stehen – häufig scrolle ich etwas lustlos durch Spiegel online, an Donnerstagen und Freitagen prüfe ich zudem, ob sich der Kauf der Printausgabe der ZEIT bzw. der SZ (wegen des Magazins) lohnt. Wenn ich es nicht eilig habe, schaue ich bei Magculture vorbei, um mich über die neuesten Entwicklungen der internationalen Magazinszene zu informieren.

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Anke Gröner: Mein Medien-Menü (Folge 9)

16. April 2012 von christophkoch· Was ich lese

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-,  Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü – diese Woche mit Anke Gröner, Werbetexterin und  Bloggerin.

Wie informierst du dich morgens als erstes?

Beim Cappuccino am MacBook. Ich überfliege kurz meinen Twitterstream aus der Nacht, klicke die ersten Links, und dann fahre ich zur Arbeit, wo ich mich eher so nebenbei den ganzen Tag über Twitter und Facebook berieseln lasse. Eine Zeitlang auch über G+, aber da klicke ich inzwischen kaum noch hin.

Welche Zeitungen/Magazine hast du im Abo oder liest du regelmäßig?

Ich habe „essen & trinken“ und „Effilee“ abonniert, wobei ich letztere nicht mal mehr überfliege (memo to me: endlich mal abbestellen). Neuerdings lese ich die „Zeit“ wieder regelmäßig. Und ich bekomme von Bayern München das Vereinsmagazin, aber ich nehme an, das zählt nicht.

Was liest du auf Reisen?

Bücher. Nicht nur auf Reisen übrigens. Die häufigste Lektüre sind Romane; zurzeit schleppe ich allerdings „Die Geschichte der Kunst“ von E. H. Gombrich durch die Gegend, um zu jeder Gelegenheit meine Nase reinzustecken. Wiegt ungefähr zwei Kilo. Ist es wert. Sehr gerne gelesen habe ich in letzter Zeit Eugen Ruges „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ und Jan Brandts „Gegen die Welt“. Beides Familienromane, aber so unterschiedlich, wie sie unterschiedlicher kaum sein können.

Welche Nachrichtenseiten im Netz sind Dir wichtig?

ZEIT Online, Spiegel Online, nytimes.com, perlentaucher.de. Das sind jedenfalls die, die ich selber anklicke und aktiv durchforste. Auf alle anderen Seiten gelange ich durch Links.

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Benedikt Köhler: Mein Medien-Menü (Folge 8)

02. April 2012 von christophkoch· Was ich lese

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-,  Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü – diese Woche mit Benedikt Köhler, Soziologe und Social-Media-Forscher. 

Der erste Leseblick des Tages gilt meistens dem Smartphone, das gleichzeitig als Wecker fungiert. Leider lässt sich das noch nicht automatisieren, so dass einem zum Beispiel die lustigsten, spannendsten oder am häufigsten weitergeleiteten Tweets automatisch vorgelesen werden können. Siri ist noch nicht so weit. Aber vielleicht lernt sie das bald. So wäre ich dann zum Aufstehen mit dem versorgt, was die Nachteulen und Westküstenamerikaner in meiner Timeline so geschrieben haben. Es gibt Leute da draußen, die ihren Tweets nach gar nicht schlafen, längst durch Roboter ersetzt wurden oder einen antipodischen Ghostwriter haben.

 

Ich finde, dass man die Twittertimeline nicht zu Unrecht “Stream” getauft hat. Deshalb achte ich darauf, immer so viele Leute abonniert zu haben, dass die Timeline niemals leergelesen werden kann. Meinen Berechnungen nach reichen 3.000 bis 3.500 Follower, davon ca. 1/5 in der US-Westküste, um diesen informationellen Flow-Zustand herzustellen. Problematisch wird es nur, wenn man an der Westküste ist. Die 600 Follower reichen einfach nicht aus, um eine kontinuierliche Versorgung sicherzustellen.

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Max Scharnigg: Mein Medien-Menü (Folge 7)

26. March 2012 von christophkoch· Was ich lese

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-,  Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü – diese Woche mit Max Scharnigg, Hobbygärtner und Lichtgestalt des deutschen Lifestyle-Journalismus. 

Wie informierst du dich morgens als erstes?

Ich greife noch im Halbschlaf zum iPhone und habe dann meistens große Feinmotorik-Probleme wenn es darum geht, den Code richtig einzugeben. Dann als erstes Tagesschau-App, weil da das Hintergrund-Blau und die Schlagzeilen einfach sanfter sind als das Rot und die Katastrophen-Sucht der Spiegel-App, die erst danach kommt. Dann Mails, dann Twitter, um festzustellen, was in den Talkshows gestern abend so gelaufen ist – oder um mein Fußball-Halbwissen auf minimalster Flamme weiterköcheln zu lassen. In der Küche oder im Auto dann Radio, immer Bayern 5, bis ich den Viertelstunden-News-und-Hintergründe-Takt auswendig mitsprechen kann.

Welche Zeitungen/ Magazine hast du im Abo oder liest du regelmäßig?

Die SZ im Abo, ehrlich gesagt lese ich die aber überall anders öfter als auf Papier bei mir Zuhause. Da ich Mitglied der Royal Horicultural Society bin, bekomme ich auch deren hübsches Periodikum „The Garden“, das ich allerdings nie lese, sondern in dem ich nur Anzeigen für kunstvolle Gewächshäuser studiere. Als Resultat einer Fixkosten-Panikattacke vor zwei Jahren habe ich alle anderen Abos gekündigt, kaufe nur regelmäßig noch die deutsche AD und sonntags die FAS. Gelegentlich die Fachmagazine Esox und Lapis.

Was liest du auf Reisen?

Neue Hochglanzmagazine aus dem Bahnhofsbuchladen, die noch nicht kenne, die ich nach fünf Minuten langweilig finde und die es meistens nach zwei Ausgaben auch nicht mehr gibt, von mir aber jahrelang aufgehoben werden. Dazu Brand Eins. Und ein Taschenbuch, am liebsten ein altes rororo, das schon so weich ist, dass man es rollen, falten und bei Langeweile am Gate als Fernrohr benutzen kann.

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Kathrin Hartmann: Mein Medien-Menü (Folge 6)

19. March 2012 von christophkoch· Was ich lese

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-,  Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü – diese Woche mit der Münchner Journalistin und Sachbuchautorin Kathrin Hartmann.

Ich habe ein recht altmodisches Leseverhalten. Fast täglich lese ich zum Beispiel nicht unsere abonnierte Tageszeitung. Wenn sich ein Stapel angesammelt hat, blättere ich aus schlechtem Gewissen alles durch, bleibe dann aber an vielem hängen und schneide Sachen aus, die ich „für später“ sammle. Hat damit zu tun, dass ich lange bei einer Tageszeitung gearbeitet habe, eine wunderbare Zeit in der alten Arbeitswelt: Es gab Boten, die im Telex-Raum Nachrichten in Körbe sortierten und an die Redakteure verteilten. In der Kantine sagte man noch „Mahlzeit“ und die Köchin fragte, ob sie einem in die Kartoffelsuppe „eine Wurst reinbrechen“ soll.

Ich lese viel im Zug, da dann auch Magazine (Neon, Brand eins, Dummy, Titanic, Enorm, Greenpeace Magazin), lieber aber Bücher. Ich besitze keinen E-Book-Reader und kein Smartphone. Ersteres, weil ich viele Sachbücher lese und darin gern herumschmiere. Zweiteres, weil ich mich unterwegs nicht fühlen möchte, als säße ich daheim am Schreibtisch.

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Einfach näher dran: Anzeigenblätter und die lokale Werbewelt

15. March 2012 von christophkoch· brand eins

Wie findet der Friseur, der Metzger, der Bäcker seine Kunden? Mit einem schönen Schaufenster, dem Anzeigenblatt oder “Gustl”. Einblick in die Werbewelt von Fürstenfeldbruck.

- Für Sabine Dietrich ist die Sache klar. “Ich mache seit etwa 20 Jahren keine Werbung mehr”, sagt sie. “Das kostet schnell ein paar Hundert Euro – und dafür muss ich ganz schön viele Haare schneiden.” Die 46-Jährige ist die Besitzerin des Friseursalons Haarscharf im bayrischen Fürstenfeldbruck. Eine patente Frau, per Du mit vielen Kunden, die ihr erzählen, wie das Fußballturnier des Sohnes gelaufen ist oder die Bewerbung der Tochter um eine Lehrstelle. “1990 machte ich mich selbstständig, baute mir nach und nach einen festen Kundenstamm auf. Zu mir kommen die Leute wegen der Ansprache und der freundlichen Atmosphäre.”

Ihr Salon liegt in der Pucher Straße, einer Einkaufsstraße, die zum Hauptplatz der Stadt führt. Hier kommen viele Leute vorbei. Für Dietrich sind zwei Dinge wichtig: “Ein guter Standort und ein schönes Schaufenster. Das lasse ich einmal im Monat neu dekorieren. Und die Brucker merken das und kommentieren es. Zu meinem 20-jährigen Firmenjubiläum habe ich im vergangenen Jahr ein paar Anzeigen geschaltet. Darauf hat fast niemand reagiert.”

Die “Brucker” – das sind die Einwohner von Fürstenfeldbruck, einer Kreisstadt mit rund 35 000 Einwohnern, per S-Bahn etwa eine halbe Stunde vom Münchner Hauptbahnhof entfernt. “Speckgürtel” nennen die Münchner den Ring von Gemeinden rund um die Landeshauptstadt. Fürstenfeldbruck ist ein Musterort des Speckgürtels: Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2011 bei 2,9 Prozent, die CSU stellt traditionell Bürgermeister und Landrat, und seit Jahrzehnten zankt man sich um eine Ortsumgehung für den Verkehr zwischen München und Augsburg. Es gibt zwei Gymnasien, ein Krankenhaus und einen Fliegerhorst, der aber bald geschlossen wird.

Wenn man die Pucher Straße ein wenig weiter stadtauswärts geht, wenn die Ladenzeilen mit den Versicherungsbüros und Spielzeugläden von Einfamilienhäusern abgelöst werden und man halb rechts in die Landsberger Straße einbiegt, erreicht man die Bäckerei Höfelsauer. Franz Höfelsauer kommt aus der Backstube, grüßt die beiden Kunden, die gerade am Tresen bedient werden, klopft sich die mehligen Hände an der Schürze ab und bietet Kaffee an. Dann fängt er an zu erzählen. Seit fast 30 Jahren ist der Bäckermeister hier ansässig. Zeitweise hatte er fünf Filialen, jetzt sind es noch drei. Rund 20 Angestellte arbeiten für ihn. Für Werbung gebe er pro Jahr rund 3000 Euro aus. “Zu viel darf man auch nicht machen”, sagt er. “Sonst heißt es ganz schnell: Der hat’s scheinbar nötig, bei dem läuft’s wohl nicht mehr so gut.”

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Andreas Altmann: Mein Medien-Menü (Folge 5)

12. March 2012 von christophkoch· Was ich lese

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-,  Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü – diese Woche mit Andreas Altmann, Reisereporter und Autor des Bestsellers “Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend“.

 

Wie informierst du dich morgens als erstes?

Via Radio, ich habe vier Stück und Null Glotze.

Welche Zeitungen oder Magazine hast du im Abo oder liest du regelmäßig?

Kein Abo, weil ich sonst irgendwann ein Anwaltsbüro mit zwölf Mann/Frau brauche, um wieder aus dem Abo zu kommen.

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