Christoph Koch

Wollt grad sagen.

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“Facebook wirkt auf mich wie Kokain”: Schriftsteller Douglas Coupland im Interview

27. January 2012 von christophkoch· Tagesspiegel

Der kanadische Schriftsteller Douglas Coupland (“Generation X”, “Microserfs”)” findet Hawaii langweilig, Facebook zu aufregend und Datenschutz irrelevant. Er fragt sich lieber, ob der technologische Fortschritt in einer säkularen oder einer religiösen Welt mündet. 

Herr Coupland, Sie prophezeien in einem Artikel, dass die Mittelschicht dem Untergang geweiht ist. Sind Sie wirklich ein solcher Pessimist?

Das war eher eine Rolle, die ich testweise eingenommen habe. Ich wollte herausfinden, wo es hinführt, wenn man alles so pessimistisch wie möglich einschätzt. In den USA und Kanada gibt es die unausgesprochene Verpflichtung, alles positiv zu sehen. So wirklich scheint uns das aber nicht weiterzubringen. Deshalb wollte ich einmal eine andere Taktik ausprobieren. Eine gute Übung, ich kam dabei auf viele gute Ideen. Man darf nur nicht den Fehler machen und alles wörtlich nehmen.

Sie sagen auch voraus: „Alles zu wissen, wird langweilig werden.“ Wie ist das gemeint?

Ich habe mir die Quizshow der Zukunft vorgestellt, in der ein Musikstück angespielt wird und jeder Kandidat plötzlich sein iPhone herausholt, eine Musikerkennungs-App wie „Shazam“ startet und sofort sagen kann, dass das Edvard Grieg ist, gespielt vom Symphonieorchester Cincinnati. Dann stellt die Moderatorin plötzlich Fragen auf ungarisch, aber natürlich haben alle ein Instant-Übersetzungsprogramm in ihren Smartphones. Am Ende gewinnt der, der den schnellsten Prozessor hat und sein Telefon am besten bedienen kann.

Make-Out-Spot: Coupland vor seiner Kanu-Skulptur in Vancouver.

Wäre es besser, wenn der gewinnt, der am meisten Fakten auswendig gelernt hat?

Sie haben recht, in gewisser Weise macht das Smartphone alle Menschen gleich. Deutschland hat die höchste iPhone-Dichte auf der Welt. Jeder kann also alles wissen. Aber Allwissenheit ist eben gar nicht so interessant, wie man denkt: Man sitzt zusammen und stellt sich eine interessante Frage, und statt gemeinsam zu überlegen, holt inzwischen fast immer jemand sein Telefon raus und googelt schnell die Antwort.

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Vorsicht, Würstchenfalle! Warum ein Ultimatum im Job selten etwas bringt

26. January 2012 von christophkoch· Neon

Wer seinem Chef das Messer auf die Brust setzt, bekommt manchmal sogar, was er verlangt. In vielen Fällen ist ein Ultimatum zu stellen aber das Dümmste, was man im Job – und im Alltagsleben – machen kann.

Das erste Mal konnte Charlie Sheen der Würstchenfalle noch entgehen. Sein Sender CBS hatte ihm im Jahr 2010 zunächst 48 Millionen Dollar für die nächsten zwei Staffeln der Erfolgsserie »Two And A Half Men« geboten – eine Million pro Folge. Doch der Schauspieler wollte mehr. »Ich war auf dem Weg zu einem Basketballspiel der L.A. Lakers«, erzählt Charlie Sheens Manager Mark Burg im US-Magazin »Vanity Fair« über den damaligen Deal. Das Angebot des Senders lag inzwischen bei 72 Millionen – 1,5 Millionen pro Folge. »Ich telefonierte mit Charlie, während ich ins Stadion ging, und er sagte: ,Vergiss es! Richte ihnen aus, ich will hundert Millionen oder ich mach es nicht.’ Ich dachte mir nur: Hoffentlich weiß er, was er tut.« Die Absage wurde den Fernsehbossen mitgeteilt, während im Stadion die Nationalhymne lief – und noch bevor das Spiel angepfiffen wurde, erhöhten diese ihr Angebot auf hundert Millionen Dollar und machten damit den eigentlich überschaubar begabten Darsteller Charlie Sheen zum bestbezahlten Fernsehschauspieler der Geschichte.

Eine bizarre Geschichte von Nervenstärke und Kaltblütigkeit – trotzdem sollte sie nicht unbedingt als Ansporn dienen, morgen ins Büro des Chefs zu poltern und mit einem Cocktailglas in der Hand eine Gehaltserhöhung zu fordern. Und zwar verbunden mit der Drohung, dass der Chef sich andernfalls zum nächsten Ersten ja einen anderen Trottel suchen könne. Klar, es kann passieren, dass der Chef einem devot lächelnd zuprostet und noch einen Dienstwagen obendrein zusagt – man habe schließlich arg gerackert im letzten Jahr. Doch die Gefahr ist größer, dass einem der Chef stattdessen freundlich die Tür weist. Sei es, weil er nicht in der Lage ist, mehr Geld auf den Tisch zu legen. Oder sei es, weil er keine Lust hat, sich unter Druck setzen zu lassen.

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Toter Briefkasten: E-Mail am Ende?

15. November 2011 von christophkoch· Die Zeit

Nach einem 40 Jahre dauernden Siegeszug könnte bald das Ende der E-Mail bevorstehen.

Auf rund 40.000 Benutzer des Google-Dienstes Gmail wartete Anfang des Jahres ein morgendlicher Schock. Als sie ihre elektronischen Postfächer öffneten, waren diese leer gefegt. Liebesbriefe, Geschäftsabsprachen – alles weg. Ein Serverausfall hatte die Katastrophe verursacht, eine Datenrettung war nur mühsam möglich und dauerte mehrere Tage. Das Interessanteste an dem Zwischenfall: Für immer mehr Menschen unter 30 ist es gar nicht mehr dramatisch, wenn das E-Mail-Postfach zeitweilig stillgelegt ist. Sie kommunizieren längst ganz anders. US-Teenager versenden laut einer Studie der Marktforschungsfirma Nielsen mittlerweile 3339 SMS-Nachrichten pro Monat, dazu kommen Instant-Messenger-Chats sowie Facebook und andere Soziale Netzwerke, auf denen sie sich schneller, öfter und informeller mitteilen können.

Eine Universität in Boston hat bereits aufgehört, neuen Studenten eine E-Mail-Adresse zuzuweisen. »Sie haben die Konten in der letzten Zeit kaum noch genutzt«, sagt eine Sprecherin. »Ihr Leben findet inzwischen anderswo statt.« Die amerikanische Internetforscherin danah boyd, die sich seit Jahren mit der Mediennutzung von Jugendlichen beschäftigt, kommt zu dem gleichen Ergebnis. »Es gibt zur E-Mail keine emotionale Bindung mehr«, schreibt sie in ihrem Blog. »Aber wenn man den jungen Menschen ihre Handys oder Chat-Programme wegnimmt, werden sie nervös und beklagen sich, man hätte ihr Leben ruiniert.«

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Aufblasbare Ameisen und aufgesaugte Bettwanzen: Die besten Suchbegriffe im September und Oktober 2011

14. November 2011 von christophkoch· Wollt grad sagen

Neues aus der wundersamen Welt der Google-Sucher.

  • aufblasbare ameise
  • schluss machen auf anrufbeantworter
  • verrückte amerikaner
  • geschaeftsidee swingerpaar
  • schlussmachen per sms argumente pro
  • christoph koch ist schwul
  • wie entlarvt man eine fremdgeherin am besten?

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Interessante Kampagne eines belgischen Netzbetreibers: Wer ein Wochenende lang offline…

10. November 2011 von christophkoch· Wollt grad sagen

Interessante Kampagne eines belgischen Netzbetreibers: Wer ein Wochenende lang offline bleibt, kann große Weihnachtspreise gewinnen. Was? Na, Handys, Computer und Fernseher natürlich.

Schöne Idee, oder?

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Frage an das Hive-Mind: Wen fändet Ihr als Hörbuchsprecher gut für ein "erzählendes…

08. November 2011 von christophkoch· Wollt grad sagen

Frage an das Hive-Mind: Wen fändet Ihr als Hörbuchsprecher gut für ein "erzählendes Sachbuch", wie man heutzutage sagt? So freundlich meets seriös?

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Lesungstermine, Linktipps, Textempfehlungen – jetzt auch hier bei Google+

08. November 2011 von christophkoch· Wollt grad sagen

Lesungstermine, Linktipps, Textempfehlungen – jetzt auch hier bei Google+

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Ich bin dann mal offline
Leben ohne Internet und Handy – ein Selbstversuch (Blanvalet Verlag)

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Die (vermutlich) jüngste Leserin der koreanischen Ausgabe von "Ich bin dann…

04. November 2011 von christophkoch· Wollt grad sagen

Die (vermutlich) jüngste Leserin der koreanischen Ausgabe von "Ich bin dann mal offline".

(Kommentar nach dem ersten Kapitel: "Schmeckt komisch.")

Danke, Klemens.

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Die dritte SPON-Kolumne über Onlinekommentare/Trolle (nach Fleischauer und Berg)….

02. November 2011 von christophkoch· Wollt grad sagen

Die dritte SPON-Kolumne über Onlinekommentare/Trolle (nach Fleischauer und Berg). Ab jetzt aber wieder neue Themen, einverstanden?

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Erkenntnisse über Trolle

"Unsere Prügelei fing damit an, dass er zurückschlug", das ist eines der Zitate aus meinem Text über Trolle. Darin fasse ich Erkenntnisse aus meinen Troll-Vorträgen zusammen, aber habe auch neue Betrachtungen und Erklärungen eingebaut. Unter anderem glaube ich, es wäre sinnvoll, von Wertrollen zu sprechen, analog zu Werwölfen. Denn in jedem steckt ein Troll, aber nur zu bestimmten Gelegenheiten kommt er auch heraus. Und jeder hat seinen eigenen Vollmond.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,795324,00.html

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Netzpöbeleien: Igelbabys gegen Trolle – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt
Trolle verderben einem den Spaß am Internet. Sie deshalb zu verachten oder gar vom Internet-Psychopathen auf den Rest der Menschheit zu schließen, ist falsch: In jedem von uns steckt ein kleiner Pöble…

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Google+ und WordPress

02. November 2011 von christophkoch· Wollt grad sagen

Für alle, die ihre Posts bei Google+ gerne automatisch in ihr WordPress-Blog rüberbeamen (und dabei gleich noch alle Kommentare mitnehmen und aktuell halten) wollen, gibt es ein praktisches Plug-In von +Daniel Treadwell.

Installation und Set-up selbst für Laien wie mich in fünf Minuten erledigt, gut konfigurierbar – und funktioniert tadellos. Es gibt eine kostenlose Version, die unter jedem Post auf das Plug-In hinweist und eine Premiumversion für 10 Dollar. (entdeckt via +Don Dahlmann und +Konstantin Klein)

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The Google+ musings of Daniel Treadwell
Google+ Blog Concept – Daniel Treadwell. View your Google+ Posts in the form of a clean and simple blog. Also home of the Google+Blog WordPress plugin.

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